Bitcoin erhält Auftrieb: Präsident Trump will immer noch negative Zinssätze

In einem am 12. Mai veröffentlichten Tweet versicherte Präsident Donald Trump, dass angesichts der negativen Entwicklung in anderen Ländern die USA folgen sollten

Während sich der Aktienmarkt seit den Tiefstständen um über 30% erholt hat, steht es um die „reale“ Wirtschaft sozusagen nicht gut um sie.

Wie Chamath Palihapitiya – einer der ersten Facebook-Führungskräfte und ein prominenter Risikokapitalgeber – kürzlich in einem CNBC-„Squawk Box“-Interview sagte, ist die Wirtschaft aufgrund der Billionen-Dollar-Stimulierungsmaßnahmen inzwischen weit von den Kapitalmärkten entfernt.

Mit mehr als 30 Millionen Amerikanern, die in den vergangenen zwei Monaten Arbeitslosigkeit beantragt haben, mit Unternehmen, die für das zweite Quartal 2020 einen enormen Rückgang der Gewinne prognostizieren, und mit vielem mehr, sind die Rufe nach einer „einfacheren“ Geldpolitik immer lauter geworden.

Es ist ein Trend, von dem Analysten sagen, dass er sowohl den inneren Wert als auch den Marktwert von Bitcoin steigern wird.

Trumpf verdoppelt sich bei den Zinssätzen

Auch wenn Sie die von der Federal Reserve festgelegten 0%-Zinssätze vielleicht als niedrig ansehen, steht die US-Zentralbank tatsächlich hinter anderen Währungsbehörden auf der ganzen Welt zurück.

Als Reaktion auf noch langsamere Volkswirtschaften auf der ganzen Welt haben die Zentralbanken der Europäischen Union, Japans und einer ganzen Reihe anderer Nationen negative Zinssätze eingeführt, was bedeutet, dass bestimmte Banken und bestimmte Konten tatsächlich dafür belastet werden, Geld in einer Institution zu halten. In einer „normalen“ Welt, wie die Leser sehr wohl wissen, würden die Inhaber eine geringe Zinsgebühr zahlen.

Trump will Negativzinsen

In einem am 12. Mai veröffentlichten Tweet behauptete Präsident Donald Trump, dass angesichts der negativen Entwicklung in anderen Ländern die USA folgen sollten:

Solange andere Länder in den Genuss der Vorteile negativer Zinsen kommen, sollten die USA auch das „GIFT“ akzeptieren. Große Zahlen!

Donald J. Trump

@realDonaldTrump
Solange andere Länder von den Vorteilen der Negativraten profitieren, sollten auch die USA das „GIFT“ akzeptieren. Große Zahlen!

Während viele Trump’s Forderungen nach negativen Zinssätzen zurückgewiesen haben, glaubt eine wachsende Zahl von Ökonomen, dass dies geschehen wird, und zwar schnell.

Es könnte irgendwann passieren

Der Federal Funds Futures-Markt – der es der Wall Street erlaubt, in die Richtung zu handeln, in die ihrer Meinung nach die Leitzinsen gehen werden – hat Anfang dieses Monats „negative Zinssätze von etwa einem halben Basispunkt im April 2021 eingepreist“, schrieb Reuters letzte Woche. Der Federal-Funds-Markt ist keineswegs zu 100 Prozent korrekt, aber er ist repräsentativ dafür, was der Markt will und was er erwartet.

Raoul Pal, ein ehemaliger leitender Angestellter von Goldman Sachs, wiederholte diesen Marktausblick in einem am 11. Mai bei Real Vision veröffentlichten Update-Video und erklärte, dass der Fed-Fonds-Markt Anzeichen dafür zeigt, dass er in den kommenden Jahren auf negative 2% gehen will. Pal fügte hinzu, dass dieses Szenario „durchaus möglich“ sei.

Wie von Blockonomi berichtet, sagte auch Kenneth Rogoff, Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Harvard-Universität, in einer Stellungnahme, dass die Zentralbanken, um die Zerstörung von Vermögen „in katastrophalem Ausmaß“ zu verhindern, die kurzfristigen Zinssätze unter Null senken und sogar bis zu -3% „oder niedriger“ gehen sollten.

Der Grund: Indem man die Besitzer von Bargeld besteuert, schafft man Anreize für Ausgaben und wirtschaftliche Entwicklung.

Aufwärtstrend für Bitcoin

Analysten glauben, dass dieser Trend für Bitcoin entscheidend bullish ist.

Paul Tudor Jones, ein legendärer Makro-Hedgefonds-Investor im Wert von über 5 Milliarden Dollar, nannte ausdrücklich die anhaltende Richtung, die von Zentralbanken und Regierungen eingeschlagen wird, als Grund, warum er zum ersten Mal überhaupt in Bitcoin investiert. Jones ist der Meinung, dass BTC in diesem inflationären Umfeld das „schnellste Pferd im Rennen“ ist.

Wie bereits von Blockonomi berichtet, hat Phil Bonello, Leiter der Forschungsabteilung von Grayscale Investments, diese Erzählung am besten ausgedrückt, als er sagte:

Das heutige makroökonomische Umfeld verstärkt weiterhin, dass eine knappe, digitale, nicht-staatliche Geldform ein attraktiver Ort zur Speicherung von Werten sein kann und als Absicherung gegen ungehemmtes Gelddrucken dienen kann.